Arnold Kremer Pfalzgraf zu Kappenstein
+ 1652
Arnold
Kremer - genannt Pfalzgraf zu Kappenstein - war Rentmeister der Grafen
Sebastian von Hatzfeldt und dessen Sohn und Nachfolger Hermann von Hatzfeldt. Er
nahm den „Hexenwahn“ nicht so ernst und gab des „Spaßes“ halber oft und
gerne damit an, ein „großer Zauberer“ zu sein. Die Ironie in seinen Äußerungen
blieb jedoch so manchem verborgen und so wundert es nicht, dass ihn seine Mitbürger
alsbald für einen solchen “Zauberer“ hielten. Dies kümmerte ihn jedoch
nicht! 1650 konnte er, dank des Grafen Hermann v. Hatzfeld, den Klauen
Heistermann’s entfliehen. 1652 holte ihn sein Schicksal jedoch erneut ein –
ein letztes Mal.
Auch
eine Intervention des Grafen Hermann v. Hatzfeldt und ein schnell herbeigeholtes
Gutachten der jur. Fakultät Marburg, dass ihm attestierte unschuldig zu
sein, konnte ihn nicht retten.
Insgesamt
gab es 69 Anklagepunkte gegen Arnold Kremer.
So wurde ihm unter anderem vorgeworfen ein Werwolf zu sein. Zeugen wollen ihn dabei gesehen haben, wie er in Werwolfsgestalt, Vieh gerissen habe. Er wird am 14.03.1652 mit der Zustimmung der Hatzfeldtschen Vettern und Mitherren, Johann Adrian und Wilhelm Heinrich v. Hatzfeldt, auf dem Blumenberg hingerichtet.
Der
Prozess dauerte anderthalb Jahre!
- Lit. Joseph Rinscheid (1973), S. 9.
